Sturm Graz – Bessere Chancen als im Vorjahr

Mit dem gestrigen Sieg in Wien hat Sturm Graz Geschichte geschrieben. Der beste Saisonstart in der Vereinshistorie. Nach fünf Spielen und ebenso vielen Siege strahlen die Schwarz-Weißen in der Tabelle von ganz oben. Der Zusammenhalt am Platz spürbar, der unbändige Siegeswillen sowie ansehnlicher Fußball zeichnen die Grazer zu Beginn dieser Saison aus. Ähnlich wie im Vorjahr und dennoch stehen in dieser Saison die Vorzeichen besser als in der Vorangegangenen.

Wie ein Wirbelwind fegen die Blackies zurzeit durch die Liga. In der Auftaktpartie gegen St. Pölten konnte manBildergebnis für sturm graz 2017 einen 0:2 Rückstand in letzter Minute drehen. Den Schwung mit nach Wien genommen wo man die Austria ebenfalls mit 2:3 besiegt. Eine Woche danach wird Mattersburg nach einem Rückstand bezwungen. Der Wolfsberger AC hatte in Graz den Tabellenführer herzlich wenig entgegen zu setzen und somit ging es mit breiter Brust nach Wien. Auf das Auswärtsspiel bei Rapid wurde man vom eigenen Anhang nach dem Abschlusstraining lautstark eingestimmt. Es herrscht Aufbruchsstimmung in Graz. Nach dem gestrigen Sieg gibt es Grund genug zu glauben, dass diese Saison noch besser verläuft wie im Vorjahr.

Die wirtschaftliche Situation

Sturm Graz hat in der Wintertransferperiode wichtige Stützen der Mannschaft abgegeben. Mit Uros Matic und Bright Edomwonyi verabschiedeten sich zwei Stammspieler aus Graz. Aus wirtschaftlicher Sicht ein absoluter Gewinn für den Verein. Aus sportlicher Sicht wohl auch ein Grund für das durchwachsene Frühjahr. Deni Alar agierte in Abwesenheit von Edomwonyi zumeist als Sturmspitze und konnte nicht mehr so überzeugend auftreten wie noch im Herbst. Diesen Winter wird der SK Sturm nicht zwangsläufig Spieler abgeben müssen um finanziell die Lage zu verbessern.

Sportlich mehr als vielversprechend

Während man im Frühjahr vergeblich nach einen Taktgeber im Spiel der Grazer sucht, scheint nun einer gefunBildergebnis für peter zuljden zu sein. Peter Zulj entwickelt sich zum Königstransfer von Günter Kreissl. Am Ball technisch ausgezeichnet mit einer hervorragenden Übersicht ist er das Herz der Mannschaft. Der 24-jährige konnte bereits beim WAC, bei der Admira und in Ried sein Können aufblitzen lassen, doch brachte er es nie Konstant auf den Rasen. Lange galt er als schlampiges Genie, fühlt sich nun gescheiter. Im Interview mit der Kleinen Zeitung gibt er an, „Jetzt weiß ich, worauf es im Profifußball ankommt, bin als Mensch und Charakter sehr gereift.“  Einen 3-Jahresvertrag besitzt der Welser, welcher in 5 Ligaspielen mit zwei Toren und drei Assists glänzt. Der Linksfuß spielte bereits bei elf Klubs und scheint in Graz nun angekommen zu sein. Peter Zulj – das Genie welches endlich zeigt, dass er eins sein kann.

Auch an jungen Talenten mangelt es in Messendorf nicht. Während Dario Maresic und Sandi Lovric regelmäßig in der Startelf zu finden sind, stehen mit Fabian Wetl, Michael John Lema, Oliver Filip und Fabian Schubert die nächsten Talente in den Startlöchern. Auch Neuzugänge aus dem Vorjahr scheinen immer mehr in Schuss zu kommen. Bei Philipp Zulechner zeigt die Formkurve nach oben, ebenso wie bei Philipp Huspek. Huspek kam im Frühjahr noch meistens nur von der Bank, spielt aktuell auf sehr hohem Niveau und ist aus der ersten Elf nicht wegzudenken.

Showdown in Graz

Am Sonntag, dem 27.08., kommt es in Graz zum Showdown. Der aktuelle Tabellenführer empfängt den Titelverteidiger. „Es ist angerichtet.“ Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9% wird der Stadionsprecher von Sturm, Ludwig Krentl, diesen Satz als Opener durch die Lautsprecher jagen. Es ist bereits jetzt alles angerichtet für den großen Schlager in Liebenau. Der Tabellenführer hofft auf ein ausverkauftes Haus und eine tolle Stimmung. Der zwölfte Mann wird im Stadion vertreten sein und er darf träumen. Vom ganz großen Coup. Zuletzt gelang er 2011. Diese Saison könnte er wieder gelingen. Alles ist angerichtet.

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